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Zahnarzt 6 - Mobbing

Man empfahl mir Herrn Z., einen Zahnarzt im Viertel. Ich war noch gebeutelt von der Interferontherapie, die nun zwar beendet war, aber wie beim Absetzen eines lang getragenen Gewichts war die Erschöpfung nun fühlbarer als während des Durchhaltens. Ein Jahr lang hohes Fieber, Grippesymptome, Gliederschmerzen, Haarausfall... Ich wollte noch keine neue Behandlung beginnen, sondern sehen, ob ich negativ blieb oder ob ich wieder in die Infektiösenkojen der Uniklinik mußte. Ich wartete auf eine HCV-Nachuntersuchung und dann auf die nächste. Es war kein Virus mehr nachweisbar.
Ihn störte, daß ich nichts machen ließ. Bei einem Termin beschloss er, die Kronenränder meiner oberen Frontzähne zu reduzieren. Mir war nicht klar, was er darunter verstand. Er schliff nicht nur die Verblendung der Kronen am oberen Rand ab, sondern durchbohrte auch das Metall an 6 Kronen. Ich ging nicht mehr hin, sondern schickte ihm den Befund der Klinik, daß ich seit einem Jahr keine Hepatitis mehr hatte.

Einer der nächsten Zahnarzt meinte, daß mir diese Zähne unter den beschädigten Kronen wegfaulen würden. Und das taten sie.

Ich ging in die private Zahnklinik M. zu Dr. G. Er wollte, daß ich mit einer Angestellten den Kostenplan bespreche. Ich rief monatelang an und sie war nie erreichbar. Eine andere Angestellte sagte mir schließlich, daß sich die Ärzte doch untereinander kennen und wenn ich mit einem Probleme hätte, müsse ich mich nicht wundern.

Ich dehnte meinen Radius aus und ging zu einem Zahnarzt in der nächsten Großstadt. Der von der Krankenkasse beauftragte Gutachter Dr. L. rief bei ihm an und warnte ihn, das sei ein schwieriger Fall. Er stellte die Behandlung ein. Ich fuhr hin, er machte nichts, ich fuhr wieder weg. Wahrscheinlich zählte er darauf, daß mir die Zugfahrt zu teuer würde, aber ich hatte gerade zwei Todesfälle in drei Wochen und bekam alles nicht so richtig mit. Schließlich blätterte die Angestellte in einem weit entfernten, noch leeren Bereich des Terminbuchs und sagte: Nichts frei. Da verstand ich. Aber sie erwähnte auch den Anruf des Gutachters.

Ich ging wieder zu einem Zahnarzt in B. Auch er berichtete von einem Anruf von Z.
Eine Zahnärztin, die ich kenne, erzählte mir, daß mein Fall auf einer Gutachterversammlung vorgetragen worden sei.
Also ging ich zu Z. in die Praxis, um ihn zu fragen, was das soll, aber er war in einer Behandlung. Die Angestellte bestätigte, daß er mehrere Anrufe wegen mir getätigt habe.

Der nächste Zahnarzt war im Bergischen Land, aber hier wohnhaft. Er bestand auf einer OPG-Aufnahme. Die Angestellte hatte Anweisung, die Einstellungen am Gerät zu verändern. Sie wiederholte immer wieder, daß sie nicht verstehe, warum sie das machen müsse und daß sie das noch nie habe machen müssen. Als er die Aufnahme gemacht hatte, verweigerte er die Behandlung.

Der nächsten Zahnärztin, Dr. N. hatte ich gesagt, daß ich auf ein bestimmtes Medikament allergisch reagiere. Sie schickte mich damit zur Hautärztin, wo ich keine Quaddel bekam. In der nächsten Sitzung tat sie dieses Medikament ohne Rücksprache mit mir in den Wurzelkanal. Ich bekam die allergische Reaktion einige Zeit nach Verlassen der Praxis. Als ich wieder hinkam und sie bat, das Medikament zu entfernen, weigerte sie sich und fuhr mich an, ich solle ihr nicht nachlaufen, als sie mitten im Gespräch wegging. Ein Freund von mir war dabei.
Mir ging es sehr schlecht. Er fuhr mich in eine andere Praxis, aber auch die wollte den Zahn nicht öffnen. Die nächste Praxis entfernte das Medikament zum Glück sofort.

Eine Zahnärztin wollte später eine Krone erneuern. Der Gutachter Dr. R. bestand darauf, mich zu röntgen, aber er röntgte nicht nur den betreffenden Zahn, sondern machte Einzelaufnahmen von allen Zähnen, die zum Teil wiederholt werden mußten, weil sie nichts geworden waren. Ich dachte, er würde später die Behandlung übernehmen. Als Gutachter darf er wohl zwei Jahre nach der Begutachtung den Patienten nicht behandeln, aber er lehnte auch nach drei Jahren noch ab.

Eine Zahnärztin brach ihren Bohrer in einem Zahn ab. Er steckte dort 8 Jahre lang, bis er letztes Jahr verschwand. Ich verschluckte einen ein Zentimeter langen Metallstift...

Ein anderer Zahnarzt versuchte, einen Zahn herauszubrechen, der aber so fest saß, daß der Gaumen brach.

Eine Zahnärztin ließ den Retraktionsfaden unter der Krone...

Eine Chirurgin schickte mich mit Zahnschmerzen zu ihrer Kollegin. Diese schickte mich wieder zu einer anderen Kollegin, die ich vom Wartezimmer aus eine Stunde lang im Arztzimmer sitzen sah. Dann lehnte sie die Behandlung ab.

Die nächste Zahnärztin sah sich die Zähne an, dann fuhr sie den Stuhl hoch, riß mir den Latz ab und sagte: Sie sind fertig.

Eine andere Zahnärztin unterhielt sich vorm Behandlungszimmer, in dem ich saß, eine Stunde lang mit dem Innenarchitekten. Dann erklärte sie mir, daß sie 200 Euro für die Zahnreinigung wolle, ohne die sie mich nicht behandeln würde.

Ich kann nicht sagen, ob diese Fälle auch mit dem Mobbing zu tun haben oder nicht. Ich schildere nur die Ereignisse.

Irgendwann zu dieser Zeit fiel auch die Bemerkung, ich weiß nicht mehr von wem, daß ich ständig den Zahnarzt wechseln würde...

Ich könnte diese Liste noch fortsetzen. Aber es gab auch noch andere Vorkommnisse: Als ich eine große Zyste am Ovar bekam, schickte mich der Hausarzt in die hiesige radiologische Praxis W., obwohl die Zyste gynäkologisch bereits abgeklärt war. Er erhielt auch sofort einen Termin für mich. Ich stand wegen der Größe noch unter Schock und ging hin. Der dortige Radiologe schallte mich fast eine Stunde lang. Aber er schallte nicht das Ovar, sondern hauptsächlich Leber und Bauchspeicheldrüse. Nach einiger Zeit schaltete er in einen anderen Modus, so daß die Anzeige den Organumriss anzeigte und blinkte. Er schallte sehr ruckartig und mit sehr festem Druck. Auf meine Frage hin sagte er, das habe nichts zu bedeuten, es zeige ihm nur die Lage des geschallten Organs an. Auch dachte ich mir nichts dabei - bis ein anderer Arzt in einer anderen Praxis sein Ultraschallgerät ebenso einstellte, daß die Organanzeige blinkte und mir sagte, daß dies der Penetrationsmodus sei. Danach stellte er diesen Modus wieder ab. Zu einem Kollegen, der hinzukam sagte er: "Da waren andere dran."

Ultraschall ist nicht so harmlos wie man denkt. Je nach Frequenz, Eindringtiefe und Art des Schallens kann das Gewebe Schaden nehmen. (Die ersten Ultraschallanwendungen zur Ortung von U-Booten brachten Fische zum Bersten und heute zerstört man Tumorgewebe mit Ultraschall.)

Ein Allgemeinarzt, bei dem ich war, drückte plötzlich, als ich auf der Liege lag, extrem fest mit dem gesamten Körpergewicht rechts unten auf meinen Bauch. Ich frage mich bis heute, was das sollte.

Ein anderer Arzt sprach mich darauf an, daß er nicht verstehe, warum man mir so einen Ärger mache, ich hätte doch vom Gutachter Recht bekommen.

Eine Bekannte schickte mich schließlich zu ihrer Zahnärztin. Die traf Z. auf einer Veranstaltung, wo er ihr erzählte, ich hätte ihn mit einer Hepatitis gebissen(!), - was sie dann meiner Bekannten erzählte und die mir.

Ich hatte ihm den Befund der Uniklinik mitgebracht, daß ich negativ war, - das kann ich beweisen, denn ich habe ihn noch - und ich habe ihn nicht gebissen, was ich nicht beweisen kann. Es gab tatsächlich eine Situation, in der er mir unerwartet mitten im Satz in den Mund faßte, aber das war kein Beißen und es gab auch keine Schmerzreaktion.

Mein Durch-den-Wind-Sein am Ende der Interferontherapie hatte er als psycho interpretiert, das Attest hat er anscheinend nicht gelesen.
Wenn ihn jemand mit einer Hepatitis infiziert haben sollte, dann mit Sicherheit nicht ich.

Wenn er in diversen Gremien saß, wie ein Kollege sagte, dann saß er vielleicht auch in der Aufsicht der Zahnärztekammer, die anscheinend Zugriff auf alle Behandlungsdaten hat.

Noch 2018, 19 (!) Jahre nachdem ich bei ihm in Behandlung war, bekam ich in einer Praxis, bei der ich anrief, keinen Termin, weil er mit dem dortigen Zahnarzt eng befreundet ist, wie mir eine Ärztin erzählte, die beide kennt.

Eine Verjährung scheint es da nicht zu geben.

Der folgende Zahnarzt füllte dann die Wurzel eines schmerzenden Zahns mit Ledermix (eine Mischung aus einem Antibiotikum, das nur sehr kurz wirkt und Cortison). Nach vier Wochen ging der Zahn hoch. Dann ließ er es sechs Wochen drin und beim Füllen der Wurzeln fand er eine nicht, wobei er sehr viel von dem Zahn wegbohrte. Auch dieser Zahnverlust ist nur eine Frage der Zeit.

Im September 2018 kam ich nach einer Lebensmittelvergiftung mit starken Bauchschmerzen rechts unten ins Krankenhaus. Man legte mich ohne weitere Behandlung oder Untersuchung auf die Gynäkologie und forderte mich auf, mir in der Uniklinik die Ovarialzyste herausschneiden zu lassen. Ich stimmte einer CT mit oralem Kontrastmittel zu, weil ich hoffte, daß man sehen kann, ob es vielleicht der Blinddarm oder ein Divertikel ist. Die Aufnahme wurde gemacht, als sich das Kontrastmittel noch im Dünndarm befand. Ich war anämisch und hatte Fieber, keine guten Voraussetzungen für eine OP. Nach vier Tagen setzte man mich vor die Tür. Ich war drei Wochen lang zu schwach, um aufzustehen. Einen Tag nach der Entlassung war der CRP auf 196, die Erythrozyten auf 2,89, das Hämoglobin auf 7,4, die Leukozyten 12,7, die Thrombozyten 782 statt 176-391. Aber wann hat man Gelegenheit, in wenigen Wochen 12 kg abzunehmen.
Aber langsam bekomme ich in dieser Stadt Angst.
23.3.19 14:10
 
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